Engagement von MitarbeiterInnen

Die MitarbeiterInnen und Lehrenden des Orientalischen Instituts wirken über die Lehre und Forschung an der Universität hinaus. Auf vielfältige Art und Weise beteiligen sie sich an gesellschaftlichen Diskussionen und setzen sich für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft ein, an der alle Mitglieder gleichberechtigt teilhaben können. Hier stellen wir eine Auswahl des Engagements unserer MitarbeiterInnen vor.

    Inhalt der Seite:

    • gesellschaftliche Vorträge
    • Fortbildungen und Workshops
    • Weitere Aktivitäten

     

    Ein Beispiel aus der Praxis: politische Diskussionsrunde am musikalisch-sportlichem Gymnasium in Leipzig

    Am 18. Januar 2019 lud das musikalisch-sportliche Gymnasium in ihre Aula ein um gemeinsam über die Frage zu diskutieren "Was ist deutsch?". Auf dem Podium saßen neben unserer Mitarbeiterin Wenke Krestin, Prinz Asfa-Wossen Asserate (Schriftsteller), Sebastian Krumbiegel (Musiker) und Noah Wehn (Landesschülersprecher Sachsens). Die SchülerInnen der 9. bis 12. Klassen hatten im Vorfeld verschiedene Fragen rund um die Themen "Kultur" und "Tugenden" erarbeitet. Die ModeratorInnen Larissa und Alfed leiteten die Gesprächsrunde. In der Aula saßen die SchülerInnen der 9. bis 12. Klasse sowie LehrerInnen.

    Ausgangspunkt für die Gesprächsrunde waren die Werke von Prinz Asfa-Wossen Asserate über deutsche Tugenden. So wurde Prinz Asfa-Wossen Asserate denn auch als erstes nach den deutschen Tugenden gefragt. Er stellte fest, dass es sich um universale Tugenden handelt. Damit war die Dichotomie zwischen "uns Deutschen" und "den Anderen" gleich zu Beginn aufgebrochen. Herr Krumbiegel erweiterte den Fokus und brachte den Gegenüber als Menschen ins Blickfeld der Diskussion.

     

    Wenke Krestin gab zu bedenken, dass man aufpassen müsse, was man miteinander vergleicht. Man könne nicht die "islamische" und die "deutsche" Kultur miteinander in Beziehung setzen. Das eine sei eine Religion, das andere eine Nation. Zudem schließe man durch diese Fragen bereits Mitmenschen aus und konstruiere Gruppen. Gefragt nach dem Rollenverständnis im Islam, übertrug sie die Frage auf das Christentum und wies darauf hin, dass es entscheidend ist, wen man fragt: den Papst, die Bibel oder die Gläubige in Leipzig.

    Während der gesamten Diskussion wurde betont, dass sich "deutsch-sein" verändert und für jede und jeden etwas anderes ist. Nur wenn alle in diese Diskussion einbezogen werden, nur wenn die Gesprächsrunden vielfältiger werden, können wir als Gesellschaft und die SchülerInnen als zukünftige Generation dieser Vielfältigkeit gerecht werden. Das Interesse und Engagement der SchülerInnen und LehrerInnen verdeutlicht, wie wichtig es ist, das WissenschaftlerInnen sich aktiv an den gesellschaftlichen Diskussionen beteiligen.

    gesellschaftliche Vorträge

    Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Vorträgen, mit welchen sich unserer MitarbeiterInnen aktiv in aktuelle gesellschaftliche und politische Debatten eingebracht haben. Vorträge, die unsere Mitarbeiterinnen auf wisssenschaftlichen Konferenzen gehalten haben, finden Sie auf der jeweiligen MitarbeiterInnen-Seite.

    • Wenke Krestin (mit Frances Rohde), 09.04.2018: Vortrag "Islam- und Musliminnenfeindlichkeit in der Verwaltung", im Rahmen der dritten Veranstaltung "Muslime in ländlichen Räumen: Wie kann Verwaltung neue Aufgaben gut meistern?" in Leipzig, Robert Bosch Stiftung und Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.
    • Tom Bioly, 24.04.2018: "Islamische Vielfalt in Deutschland", Katholische Propsteigemeinde St. Trinitatis in Leipzig.
    • Wenke Krestin, 12.03.2018: "Islam in Mitteldeutschland - islamische Organisationen und Organisationsformen im Überblick", im Rahmen der Vortragsreihe "Islam in Deutschland - Muslime unter uns" in Mühlhausen, organisiert von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem Bistum Erfurt.
    • Verena Klemm, 08.02.2018: "Muslime in Sachsen", im Rahmen der 8. Vortragsreihe des Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) in Frankfurt/Main.
    • Tom Bioly, 18.10.2017: "Muslime in Sachsen", im Rahmen des KORA Forum 2017, Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA).
    • Tom Bioly, 11.10.2017: "Islamische Vielfalt in Deutschland. Lebenswelten und religiöse Herkünfte", im Rahmen des Evangelisches Forum Gotha, organisiert von der Evangelischen Erwachsenenbildung Thüringen.
    • Wenke Krestin, 23.09.2017: "Muslime in Sachsen", im Rahmen der Interkulturellen Woche Leipzig.
    • Marie Hakenberg, 13.06.2017: "Musliminnen in Sachsen", im Rahmen der Reihe "Frauen und Religion in der Geschichte Sachsens" in Dresden, organisiert vom Frauenstadtarchiv Dresden.
    • Hans-Georg Ebert, 14.09.2016: "Islam, Scharia und säkularer Rechtsstaat" in Gera, organisiert von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
    • Hans-Georg Ebert, 24.06.2016: "Die Zukunft der arabischen Welt", an der Volkshochschule Leipzig.
    • Hans-Georg Ebert, 23.02.2016: "Der Islam und seine Rechtskultur: Ein Teil Europas?", in Dresden, in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer Stiftung.

    Fortbildungen und Workshops

    MitarbeiterInnen des Instituts sind auch als FortbilderInnen im Bereich der politischen Bildung tätig. In Fortbildungen und Workshops schulen Sie MitarbeiterInnen verschiedenster staatlicher und privater Einrichtungen zu verschiedenen Themen.

    Tom Bioly hält Workshops zu den Themen "Muslime in Sachsen", "Islamische Vielfalt in Deutschland" und "Strömungen im gegenwärtigen Islam". Zu seiner Zielgruppe zählen neben der interessierten Öffentlichkeit in Mitteldeutschland auch LehrerInnen.

    Hans-Georg Ebert veranstaltete 2016 eine Fortbildung zum Thema "Grundzüge des islamischen Rechts" am Sächsischen Staatsministerium der Justiz in Klaffenbach. TeilnehmerInnen waren RichterInnen und Staatsanwälte des Freistaates Sachsen.

    Marie Hakenberg hielt 2017 inhouse Fortbildungen in dem Ausbildungszentrum Bobritzsch zum Thema "Umgang mit muslimischen und arabischen Gefangenen". TeilnehmerInnen sind im Justizvollzug angestellt.

    Wenke Krestin hält Fortbildungen und Weiterbildungen zu den Themen "Einführung in den Islam", "MuslimInnen in Deutschland", "Vorurteilsbewußte Bildung", "Islam und religiös begründeter Extremismus" und "MuslimInnenfeindlichkeit". Neben einer interessierten Öffentlichkeit in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zählen SozialpädagogInnen, PolizistInnen, LehrerInnen und Verwaltungsangestellte zu Ihren Zielgruppen.

    Eckehard Schulz hielt 2016 und 2017 Fortbildungen zum Thema "Interkulturelle Kompetenz" in der Arbeitsagentur Leipzig.

    Weitere Aktivitäten

    • Wenke Krestin, 24.01.2019: Workshopleitung gemeinsam mit Dr. des. Anke Költsch des Tagesworkshops "PDF FileIslam und Gesellschaft im Klassenzimmer" am Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung der Universität Leipzig.
    • Wenke Krestin, 18.01.2019: Teilnahme als Expertin an der politischen Diskussionsrunde "Was ist deutsch?" im Musikalisch-Sportlichen Gymnasium der Stadt Leipzig.
    • Tom Bioly, 16.01.2019: Interview zum Thema "Islamismus-Vorwürfe gegen Leipziger Moschee", ausgestrahlt am 16.01.2019 um 20.15 Uhr, bei Exakt vom MDR.
    • Tom Bioly, 04.12.2018: Interview zum Thema "Muslime und Moscheegemeinden in Sachsen" durch Vertreterinnen des Orient-Netzwerk e.V., ausgestrahlt am 30.12.2018, 12:00 Uhr, bei Radio Blau.
    • Wenke Krestin, 24.10.2018:Teilnahme als VertreterIn des Orientalischen Instituts am PDF File10. Verbändegespräch Integration in Leipzig.
    • Tom Bioly, 04.04.2018: Teilnahme als Vertreter des Orientalischen Instituts an der Podiumsdiskussion "Muslime in Sachsen" in Leipzig, Friedrich-Ebert-Stiftung.
    • Wenke Krestin, 06.03.2018: Teilnahme als Expertin an der zweiten Veranstaltung "Muslime in ländlichen Räumen: Wie kann Verwaltung neue Aufgaben gut meistern?" in Leipzig, Robert Bosch Stiftung und Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.
    • Verena Klemm, 08.02.2018: Einführung zu dem Film "Gaza Surf Club" im Grassimuseum Leipzig in der Reihe: Salam Deutschland - Islam im Grassi.
    • Wenke Krestin, 06.12.2017: Teilnahme als Expertin an der Auftraktveranstaltung "Muslime in ländlichen Räumen: Wie kann Verwaltung neue Aufgaben gut meistern?" in Leipzig, Robert Bosch Stiftung und Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.
    • Fayçal Hamouda, 07.10.2017: Lesung "Muslimische Feste und Gerichte" im Daetz-Centrum in Lichtenstein/Sachsen.
    • Hans-Georg Ebert, 21.04.2017: Interview mit der "Sächsischen Zeitung" in Dresden, veröffentlicht am 06./07.05.2017
    • Julia Heilen, 29.03.2017: Teilnahme als Vertreterin des Orientalischen Instituts beim Verbändegespräch der Staatsministerin Köpping "Zuwanderung und Integration gut gestalten - den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern" in Dresden.
    • Fayçal Hamouda, 23.03.2017: Lesung und Gespräch "Muslimische Feste und Gerichte - der ultimative kleine Kulturführer für Genießer und Entdecker", Forum Religion, Buchmesse Leipzig.
    • Hans-Georg Ebert, Fayçal Hamouda, Julia Heilen, 21.06.2016: Buchpräsentation "Islamisches Recht. Ein Lehrbuch", im Haus des Buches Leipzig.
    • Hans-Georg Ebert, Marie Hakenberg, Verena Klemm, 10.02.2016: Buchpräsention "Muslime in Sachsen" im Grassi-Museum Leipzig.

    letzte Änderung: 04. Februar 2019