Struktur des Instituts

Das Orientalische Institut verfügt über vier Teilgebiete:

Kultur und Geschichte des Vorderen Orients
Der Bereich "Kultur und Geschichte" ist am Orientalischen Institut mit einer Professur und einer wissenschaftlichen Assistenz vertreten. Er bietet für die ersten beiden Jahre des Magisterstudiengangs (HF, NF) und für den BA-Studiengang Arabistik grundlegende Einführungen in Geschichte, Religion, Schrifttum und künstlerische Ausdrucksformen (wie Dichtung und Architektur) der islamischen Welt. Dabei wird Augenmerk darauf gelegt, der religiösen und kulturellen Diversität des Islam Rechnung zu tragen; darüber hinaus soll die überragende Bedeutung der religiösen und rechtlichen Texttradition für die kritische Analyse zeitgenössischer Problematiken in der Region und ihrer gespaltenen Beziehung zur westlichen Moderne bewusst gemacht werden.
Arabische Sprach- und Übersetzungswissenschaft
Im Rahmen dieser Professur werden Lehrveranstaltungen für folgende Studiengänge angeboten: Magister Arabistik (Haupt- und Nebenfach), Diplom-Übersetzer und Diplom-Dolmetscher.
Islamisches Recht
Die Schwerpunkte liegen im Klassischen Islamischen Recht, in der Behandlung der islamischen Rechtsquellen sowie in der Anwendung des Islamischen Rechts in der arabischen Welt. Islamische und arabische Rechtsnormen, Rechtsgeschichte, Rechtsvergleichung sowie islamische Staatslehre und -geschichte werden anhand von entsprechenden Quellen (vor allem in arabischer Sprache) studiert.
Wirtschaft und Sozialgeographie
Im Fachgebiet Wirtschaft und Sozialgeographie der arabischen Länder steht die Verknüpfung arabischer Sprachfähigkeiten mit einer ökonomischen und sozialwissenschaftlichen Ausbildung im Mittelpunkt. Wesentlich ist hierbei die Vermittlung regionaler Kenntnisse und wissenschaftlicher Instrumentarien zur Analyse von Entwicklungsprozessen (Potentiale und Probleme) in den arabischen Ländern. Da in unserer hochverflochtenen, globalisierten Welt selbst lokale Entwicklungen und individuelle Entscheidungen zunehmend von räumlich weit entfernt wirkenden Kräften beeinflusst werden, wird der arabische Raum dabei nicht isoliert betrachtet, sondern im Kontext seiner (historischen) Einbindungen und seinen gegenwärtigen Interdependenzen mit der übrigen Welt.
letzte Änderung: 07. Oktober 2011